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Wirkung von Glucosamin – wie wirkt Glucosamin?

Vorab sei erwähnt, dass Forschungsarbeiten zur Untersuchung der Wirkungsweise von Glucosamin sich meistens auf das Glucosaminsulfat beziehen, seltener auf die anderen Glucosamin-Formen. Allgemein wird dem Glucosamin (in Nahrungsergänzungsmitteln) besonders die Wirkung zugeschrieben die Knorpelmenge und die Menge der Gelenkflüssigkeit (Synovialflüssigkeit) im Körper zu erhöhen. Betrachtet man dies genauer wird der Aminozucker Glucosamin vom Körper dazu verwendet, um Knorpel aus den Komponenten Aggrecan und Proteoglykan zu bilden.

Allerdings weist der Aminozucker noch viele weitere positive Auswirkungen auf den Körper auf. Näheres dazu erfahren Sie in den nachfolgenden Unterpunkten. Für eine bestmögliche Wirkung wird Glucosamin häufig in einer Dosierung zwischen 500mg und 1.500mg täglich eingenommen. Zudem wird es, bei vielen von den nachfolgenden Anwendungsgebieten, häufig mit anderen Nahrungsergänzungsmitteln kombiniert, wie Chondroitin, Omega-3-Fettsäuren oder MSM.[1]

 

Wirkung und Anwendungsgebiete von Glucosamin

Glucosamin (Glucosaminsulfat) findet Anwendung bei:

  • zur Förderung der Gelenkgesundheit bei Gelenkschmerzen und Gelenkerkrankungen, wie Arthrose und rheumatoide Arthritis
  • Gelenkschmerzen, die durch Medikamente verursacht werden, welche den Östrogenspiegel senken
  • Knieschmerzen, Knieverletzungen, Sportverletzungen
  • Kieferschmerzen (Temporomandibuläre Erkrankung) und Kiefergelenkerkrankungen (mit Chondroitin)
  • Zum Abnehmen (Gewichtsverlust)
  • Zur Unterdrückung der Bildung von Fettansammlungen im Körper
  • Zur Umkehrung von Autoimmunreaktionen und Linderung von Entzündungen
  • Multiple Sklerose (MS)
  • Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa (autoimmuner entzündlicher Darmerkrankung)
  • Leaky-Gut-Syndrom
  • Reduktion des Risikos für Lungenkrebs
  • Als Antioxidans
  • Für die Haut, zur Förderung der Hautgesundheit und Wundheilung sowie Hydratation der Haut und Reduktion von Falten
  • Verringerung der Sterblichkeit und Reduktion mehrerer allgemeiner Todesursachen (Mortalitätsvorteil)
  • Glucosamin bei Interstitieller Zystitis (Schmerzhaftes Blasensyndrom), in Verbindung mit anderen Vitalstoffen
  • Chronische Rückenschmerzen (in Verbindung mit Arthrose der Wirbelsäule)
  • HIV und AIDS
  • Reizungen des Magens, der Blase und des Darms
  • Förderung des Gewebewiederaufbaus und Stärkung der Knochen nach Frakturen oder Verletzungen
  • Allergien
  • Chronischer Veneninsuffizienz
  • Wirkung von Glucosamin auf die Augen, den Augeninnendruck, bei Glaukom-Patienten
  • bei weiteren anderen Beschwerden und Umständen.[2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9]

 

 

Wirkung von Glucosamin zur Förderung der Gelenkgesundheit bei Gelenkschmerzen und Gelenkerkrankungen, wie Arthrose und rheumatoide Arthritis

Gelenkschmerzen können als Merkmal oder Begleiterscheinung von verschiedenen Erkrankungen und Ursachen auftreten. Die weltweit häufigste Ursache von Gelenkschmerzen ist allerdings die chronisch degenerative Gelenkerkrankung Arthrose. Durch eine Verringerung des Knorpels an den Knochenenden (welche als Schutzschicht zwischen zwei Knochenenden fungiert und ein aufeinander reiben der Knochen im Normalfall verhindert) kommt es zu Gelenkschmerzen und Schwellungen. Dieser Umstand ist allgemein auch als „Gelenkverschleiß“ bekannt.

Vorwiegend betrifft Arthrose die Hüften, Schultern, Hände und Knie. Außerdem gilt Arthrose in der Wissenschaft als eine der Hauptursachen für Behinderungen bei älteren Menschen. Zudem gilt Arthrose als eine durchweg schwerwiegende Erkrankung.

Die konventionelle Medizin bietet allerdings noch keine bewährten Behandlungsmöglichkeiten, die das Fortschreiten von Arthrose stoppen oder verlangsamen kann. Was in der Vergangenheit dazu führte, dass weiterhin nach einer optimalen Behandlungsmöglichkeit gesucht wurde.

Als Grundlage der krankhaften Veränderung bzw. Pathophysiologie gilt bei Arthrose eine komplexe Vielzahl an Interaktionen zwischen biochemischen und mechanischen Faktoren. Diese Faktoren wurden aber in den letzten Jahren immer besser charakterisiert. Glucosamin (und Chondroitin) haben sich als Behandlungsalternativen (gegenüber der konventionellen Medizin) bei Arthrose-Patienten zunehmend bewährt, da sie dazu beitragen, dass die Degeneration von Gelenkknorpel (die Ursache von Arthrose-Schmerzen) verlangsamt und verhindert wird.

Glucosamin hat sich als Präparat zur Behandlung von Arthrose dementsprechend gut etabliert und gilt aufgrund seiner chondroprotektiven Eigenschaften und Langzeitwirkung mittlerweile zu einer der am häufigsten eingesetzten Alternativen Heilsubstanzen weltweit.

Glucosamin kann bei Arthrose in Form von Tabletten, Kapseln oder in Form von Injektionen eingesetzt werden. Zusätzlich kann Glucosamin bei Arthrose mit anderen Mitteln oder Behandlungsmöglichkeiten gut kombiniert werden. Als übliche Dosierung werden bei Arthrose häufig 1.500mg pro Tag (bzw. dreimal täglich 500mg) empfohlen, in Form von Tabletten oder Kapseln. Glucosamin wirkt im Vergleich zu anderen Mitteln eher langsam und nachhaltig.

Nach einer Einschätzung von Experten sind mit Glucosamin bei Arthrose die ersten therapeutischen Effekte nach etwa vier bis acht Wochen und die „besten Behandlungsergebnisse“ nach etwa 6 Monaten zu erwarten. Die Halbwertszeit von Glucosamin im Körper beträgt 58 Stunden und es wird in der Leber, den Nieren und anderen Geweben (einschließlich dem Gelenkknorpel) verteilt.[10] [11] [12] [13]

Neben Glucosamin existieren (wie bereits erwähnt) weitere Mittel und Behandlungsmöglichkeiten zur effektiven Behandlung von Arthrose. Die typischen Möglichkeiten zur Behandlung und Vermeidung von Arthrose teilen Salazar et al. daher in vier verschiedene Gruppen auf. Zu der ersten Gruppe, der Vermeidung der Risikofaktoren und den nicht-pharmakologischen Ansätzen, zählen sie:

  • Bildung/Aufklärung
  • Schutz der Gelenke
  • Körperliche Aktivität
  • Gehilfen
  • Haltungshygiene (richtige Körperhaltung)
  • Gewichtskontrolle

Bei der zweiten Gruppe führen sie die schnell wirkenden Medikamente an, wie:

  • Paracetamol
  • Opioide
  • Nichtsteroidale entzündungshemmende Medikamente (NSAIDs)
  • Intraartikuläre Kortikosteroide (Steroide)

In der dritten Gruppe werden die langsam wirkenden Mittel aufgezählt, wie:

In der vierten Gruppe schließlich die invasiven Methoden, wie:

  • Artikuläre Spülung (Gelenkspülung) und Infiltration (z.B. Spritzentherapie mit Hyaluronsäure)
  • Chirurgische Behandlungen[14]

Dabei sind laut Salazar et al. Glucosamin-Präparate aufgrund ihrer wichtigen strukturerhaltenden und symptomlindernden Wirkung, bei gleichzeitig hoher Kosteneffektivität und vergleichsweise lediglichen harmlosen Nebenwirkungen ein wesentliches Standbein bei der Behandlung von Arthrose.[15]

In der Natural Comprehensive Database wird Glucosamin bezüglich der Wirkung bei Arthrose zudem als „wahrscheinlich wirksam“ aufgeführt. Einige Quellen bestätigen dazu, dass Glucosamin eine (leichte) Schmerzlinderung bewirken kann, bei Patienten mit einer Kniearthrose, Hüftarthrose oder Arthrose der Wirbelsäue.[16]

Eine Metaanalyse über die Wirksamkeit von Glucosamin bei der Behandlung von Arthrose von Reginster et al. kommt zudem zu einer weitaus positiveren Beurteilung. Reginster et al. führen an, dass die vorliegenden Studien belegen, dass Glucosaminsulfat bei einer oralen Dosis von 1.500mg täglich die Symptome von Arthrose (beispielsweise in den unteren Gliedmaßen) deutlich reduzieren kann.

Es wurde außerdem belegt, dass bei einer Dosierung von 1.500mg täglich ebenfalls eine Verhinderung der Gelenkraumverengung bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Kniearthrose beobachtet wurde. Dies führte zu einer 50%-igen geringeren Anzahl durch Arthrose bedingter Operationen an den unteren Extremitäten (während eines Zeitraums von 5 Jahren nach der Behandlung). Weiterhin wurde im Rahmen der Studien-Auswertung festgestellt, dass es hinsichtlich der Wirkung ein Unterschied zwischen den Glucosamin-Produkten gab, welche nach einer patentgeschützten Formel hergestellt wurden und den anderen Glucosamin-Produkten, die als Nahrungsergänzungsmittel frei verkauft wurden.

Insgesamt kommen Reginster et al. anhand der Datenlage zu dem Resultat, dass Glucosamin bei der Behandlung einer Kniearthrose eine positive Wirkung auf die symptomatischen und strukturellen Behandlungsergebnisse hat. Allerdings weisen sie daraufhin, dass dieses Resultat nicht auf andere Glucosaminsalze übertragbar sei. Ebenso wenig lasse sich das Resultat nicht auf frei verkäufliche Nahrungsergänzungsmittel mit Glucosamin übertragen, bei denen es keine Garantie für den Inhalt sowie die Pharmakokinetik (Resorption, Distribution, Metabolisierung, Exkretion und Liberation im Körper) und Pharmakodynamik (Wirkung im Körper) gebe.

Neben der positiven Wirkung existieren aber auch Bedenken, so wird zum Beispiel allgemein angenommen, dass Glucosamin die Insulinresistenz negativ beeinflussen kann. Es wird häufig Menschen mit Diabetes zur Vorsicht bei der Anwendung von Glucosamin zur Behandlung von Arthrose geraten, da Glucosamin den Blutzuckerspiegel beeinflussen könne.

Klinische Studien am Menschen zeigten jedoch, dass Glucosamin keine so schädlichen metabolischen Veränderungen verursacht. Dennoch empfehlen Experten Diabetikern vorsichtig bei der Anwendung von Glucosamin zu sein und bei der Einnahme von Glucosamin ihren Blutzuckerspiegel gut zu kontrollieren und bezüglich einer Beeinflussung durch das Glucosamin zu beobachten.[17] [18] [19]

Aber nicht nur bei Arthrose, sondern auch bei anderen Ursachen für Gelenkschmerzen kann Glucosamin hilfreich sein. Beispielsweise zeigte eine Studie von H. Nakamura et al., dass Glucosamin zwar keine antirheumatische Wirkung aufweist, aber über eine symptomatische Wirkung bei rheumatoider Arthritis verfügt. Die Selbsteinschätzung der Patienten mit Rheuma und die Bewertung der Ärzte zeigte in der Studie, dass die Behandlung mit Glucosamin (täglich 1.500mg Glucosaminhydrochlorid) zu einer deutlichen Verbesserung der Symptome führte, im Vergleich zur Placebogruppe.[20]

Auch bei Gelenkschmerzen in Folge einer niedrigen Knochendichte und einer Vorgeschichte an Knochenbrüchen kann Glucosamin wirksam helfen. Was daran liegt, dass Glucosamin dazu beiträgt den Gelenkknorpel rund um den Knochen zu erhalten, Schmerzen zu lindern und die biologische Funktion zu verbessern.[21]

Ergänzend dazu sei erwähnt, dass S-Adenosylmethionin ebenfalls über eine sehr gute und in Studienarbeiten erprobte Wirkung bei Arthrose und Arthritis verfügt.

Glucosamin bei Gelenkschmerzen die durch Medikamente verursacht werden, welche den Östrogenspiegel senken

Eine medikamentöse Senkung des Östrogenspiegels wird beispielsweise bei der Brustkrebs-Behandlung angewendet. Da das Krebszellwachstum bei hormonrezeptor-positivem Krebs durch das Östrogen beeinflusst wird, wird mittels Hormontherapie versucht entweder den Hormonspiegel im Körper zu senken oder die Hormone daran zu hindern, dass sie das Krebszellwachstum unterstützen. Allerdings können durch diese Hormontherapie Gelenkschmerzen verursacht werden, welche sogar in Gelenksteifheit resultieren können. Viele Frauen brechen sogar, aufgrund eben dieser Gelenkschmerzen, die Brustkrebs-Behandlung ab. Hier kann insbesondere Glucosamin wirkungsvoll helfen die Gelenkschmerzen zu lindern (üblicherweise in Kombination mit Chondroitin).[22]

In einer Studie von H. Greenlee et al. wurde die Auswirkung von Glucosamin (täglich 1.500mg) und Chondroitin (1.200mg) bei Frauen mit Brustkrebs im Frühstadium, bei denen Gelenkschmerzen und -steifheit nach einer Hormontherapie auftraten, genauer untersucht. Am Ende der Studie (nach 24 Wochen) zeigte sich etwa bei 46% der Studienteilnehmerinnen eine Verbesserung der Gelenkschmerzen und Gelenkfunktion.

Als Nebenwirkungen gaben die Teilnehmerinnen Kopfschmerzen (28%), Verdauungsstörungen (15%) und Übelkeit (17%) an. Als Resümee wurde von H. Greenlee et al.  angeführt, dass eine 24-wöchige Supplementierung mit Glucosamin und Chondroitin zur Reduktion der Gelenkschmerzen und Förderung der Gelenkfunktion bei Frauen während einer Brustkrebsbehandlung beitragen kann. Allerdings seien weitere Forschungsarbeiten zu dieser Thematik notwendig.[23]

Obendrein ist bekannt, dass nach dem 50. Lebensjahr Arthrose bei Frauen häufiger auftritt. Dies kann möglicherweise zusammenhängen mit dem abnehmenden Östrogenspiegel bzw. durch diesen verursacht werden, wobei die Forschung diese These noch nicht vollständig wissenschaftlich belegt hat.[24]

Eine Studie von Rowan T. Chlebowski et al. zeigte im Jahr 2013 allerdings, dass die alleinige Verabreichung von Östrogen bei postmenopausalen Frauen mit Gelenksymptomen zu einer mäßigen, aber anhalten Verringerung der Gelenkschmerzen führt.[25]

Es gäbe aber zu bedenken, dass postmenopausale Frauen ein erhöhtes Risiko für Diabetes Typ 2 aufweisen und Glucosamin dies verschlimmern könnte.[26]

 

Bei regelmäßigen Knieschmerzen, akuten Knieverletzungen

Bei Knieschmerzen kann Glucosamin auch besonders hilfreich sein. Beispielsweise wurde in einer Forschungsarbeit von Braham, Dawson und Goodman die Wirkung einer Glucosamin-Supplementierung bei Menschen mit regelmäßigen Knieschmerzen untersucht. Die Forscher kamen anhand der Ergebnisse zu der Schlussfolgerung, dass Personen, welche regelmäßig Knieschmerzen erleiden, welche durch eine vorherige Knorpelverletzung und/oder Arthrose herbeigeführt werden, durch die Supplementierung von Glucosamin eine Schmerzlinderung und verbesserte Knie-Funktion erfuhren.

Weiterhin zeigten die Trends der Studie hinsichtlich der Dosierung, dass eine Dosis von 200mg Glucosamin pro Tag die meisten Verbesserungen nach einer Anwendungszeit von acht Wochen bewirkte.[27]

Eine schmerzlindernde Wirkung von Glucosamin bei symptomatischer Kniearthrose belegte zudem auch eine Meta-Analyse von M. Simental-Mendía et al. aus dem Jahr 2018.[28]

Fast parallel dazu führte eine Forschergruppe von T. Ogata et al. ebenfalls eine Meta-Analyse zur Wirkung von Glucosamin bei Patienten mit Kniearthrose durch. Auch diese Forschergruppe kam anhand der vorliegenden Daten zu der Schlussfolgerung, dass Glucosamin durch seine Wirkung Schmerzen im Knie bei Kniearthrose lindern kann. Um die Wirkung von Glucosamin zur Verbesserung der Kniefunktion und Gelenkkonservierung umfassend bewerten zu können, führte die Forschergruppe aber an, dass hierzu weitere Studien erforderlich seien. Weitere Studien seien außerdem für die Bewertung einer kombinierten Wirkung mit anderen Nahrungsergänzungsmitteln, wie Chondroitin, notwendig.[29]

Eine Studie von S.M. Ostojic et al. untersuchte zudem die Wirkung von Glucosamin bei Sportlern mit akuten Knieverletzungen. Nach einer 28-tägigen Behandlung mit Glucosamin zeigte sich bei den Patienten der Glucosamin-Gruppe eine wesentliche Verbesserung der Knieflexion und -extension im Vergleich zur Placebo-Gruppe. Hinsichtlich der Schmerzintensitätswerte sowie der Knieschwellung zeigte die Behandlung allerdings keinen Unterschied (bei der Glucosamin-Gruppe im Vergleich zur Placebo-Gruppe).[30]

Eine weitere interessante Studie zur Thematik Glucosamin bei Knieschmerzen wurde bereits 1999 mit U.S. Navy Seals Soldaten durchgeführt (im Durchschnitt 43 Jahre alt), welche an Kniearthrose litten.  Durch die Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittels mit Glucosamin-Hydrochlorid, Chondroitinsulfat und Manganascorbat kam es bei den Soldaten, welche das Nahrungsergänzungsmittel nahmen, zu einer deutlichen Linderung der Knie-Arthrose-Symptome (bei den durch Untersuchungen und Patientenbefragungen ermittelten Ergebnissen).[31]

 

Zur Unterdrückung der Bildung von Fettansammlungen im Körper

Glucosamin hat die Fähigkeit, die Bildung von Arteriosklerose-Läsionen (Fettansammlungen) und die Infiltration von Entzündungszellen in die Läsion zu hemmen. Zudem moduliert es die Endothelzellenaktivierung und kann antiinflammatorisch bei Arteriosklerose wirken.[32]

 

Glucosamin zum Abnehmen

Tierstudien belegen, dass die Anwendung von Glucosamin das Wachstum von „sich entwickelnden Fettzellen“ zu „reifen Fettzellen“ verhindert und zusätzlich die Ansammlung von Lipiden (Fetten) im Körper verhindert. Darüber hinaus konnte belegt werden, dass Glucosamin ungesunde Stoffwechselveränderungen im Zusammenhang mit Adipositas (Fettleibigkeit) bekämpfen kann.

Es wurde zudem wissenschaftlich belegt, dass Glucosamin die ungesunden Veränderungen, welche durch eine fettreiche Diät hervorgerufen werden, reduzieren kann. Durch das Glucosamin werden die Ablagerungen von Fetten, abnormale Leptinspiegel und die Insulinresistenz reduziert. Bezogen auf das Körpergewicht zeigte eine Koranische Studie, dass Glucosamin bei einer fettreichen Ernährung die Körpergewichtszunahme verringern kann.

Im Rahmen von Studienarbeiten mit Patienten, die an Arthrose litten, konnte ferner ebenfalls eine Verringerung der Körperfettmasse beobachtet werden. Allerdings lag der Schwerpunkt bei diesen Studien auf andere Forschungsgegenstände, weshalb man nicht schlussfolgerte, dass der Gewichtsverlust auf das Glucosamin zurückzuführen sei. Eine weitere klinische Studie konnte hingegen deutlich zeigen, dass die Verwendung von Polyglucosamin, in Verbindung mit einer kalorienarmen Diät und Sport, nachweislich die Gewichtsabnahme besser förderte, als die Verwendung eines Placebos.

Im Detail bedeutete dies, dass nach 25 Wochen der Gewichtsverlust in der Placebogruppe 4kg betrug und in der Glucosamingruppe 5,8kg. Allerdings gibt es bislang keine klinischen Beweise dafür, dass das Glucosamin per se einen Gewichtsverlust verursacht. Allein für eine Reduktion des Gewichts wird Glucosamin demzufolge bislang nicht empfohlen (nach den bisherigen wissenschaftlichen Daten).[33] [34]

 

Zur Reduktion des Risikos für Lungenkrebs

Lungenkrebs gilt, laut einer Studie aus dem Jahr 2017, weltweit als die häufigste mit Krebs in Verbindung gebrachte Todesursache. Glucosamin dagegen verfügt über eine wissenschaftlich belegte Anti-Lungenkrebs-Wirkung.[35]

In einer Studie von Theodore M. Brasky et al. wurde dementsprechend eine Verwendung von Glucosamin (über einen Zeitraum von 10 Jahren) mit einer Verringerung des Lungenkrebsrisikos in Verbindung gebracht. Zurückzuführen sei dies auf die entzündungshemmenden Eigenschaften von Glucosamin. Es reduziert die Expression von Entzündungsgenen und hemmt die Zellproliferation (Zellteilung und Zellwachstum), durch Hemmung des NF-kappaB-Transkriptionsfaktors.

Die Ergebnisse ähneln zudem früheren Erkenntnissen über die Wirkung von entzündungshemmenden Arzneimitteln (NSAID), in Bezug auf Adenokarzinomen. Allerdings hat Glucosamin (im Gegensatz zu den NSAIDs) weitaus weniger Nebenwirkungen. Demzufolge sei Glucosamin sehr attraktiv zur Prävention von Lungenkrebs.[36]

Eine spätere Studie von Ju Y et al. dokumentierte zudem, dass Lungenkrebszellen in der G1/S-Phase von Glucosamin arretiert (festgehalten) werden. Wodurch das Glucosamin die Proliferation von Lungenkrebszellen hemmt.[37] Bekannt ist mittlerweile auch, dass das Glucosamin die Translokation von FoxO aus dem Zytoplasma in den Zellkern durch eine Glucosamin-induzierte O-GlcNAc-Modifikation unterdrückt.[38]

 

Glucosamin als Antioxidans

Glucosamin-Hydrochlorid verfügt über eine ausgeprägte antioxidative Wirkung, dies konnte in einer In-Vitro-Studienarbeit belegt werden. Dabei besteht ein besonders ausgeprägter „fangender Effekt“ auf das Superoxid-Radikal. Aber auch die OH-Abfangaktivität und die Reduktionskraft waren stark ausgeprägt.

Insgesamt kamen die Forscher zu der Beurteilung, dass das Glucosamin-Hydrochlorid durch seine antioxidative Wirkung, als ein Bestandteil von gesunden oder funktionellen Lebensmitteln, effektiv zur Linderung von oxidativem Stress beitragen kann. Etwas später konnten sehr ähnliche Ergebnisse mit Glucosaminsulfat belegt werden, wobei das Glucosaminsulfat allerdings aus Glucosamin-Hydrochlorid hergestellt wurde.[39]

 

Für die Haut, zur Förderung der Hautgesundheit, Wundheilung, Hydratation und Faltenreduktion

Glucosamin und N-Acetylglucosamin sind Amino-Monosaccharide, welche für den Körper selbst und als Vorläufer für die Biosynthese von Polymeren (z.B. Hyaluronsäure) und Herstellung von Proteoglykanen wichtig sind. Auf die Haut bzw. die einzelnen Hautzellen haben Glucosaminverbindungen daher gleich mehrere vorteilhafte Auswirkungen. Durch die Stimulierung der Hyaluronsäuresynthese kommt es zu einer Beschleunigung der Wundheilung, Verbesserung der Haut-Hydration und Glättung von Falten.

Glucosamin hilft also allgemein die Haut widerstandsfähiger zu machen. Darüber hinaus ist es bei der Behandlung einer vermehrten Pigmentierung (Hyperpigmentierung) nützlich, da es die Melaninproduktion hemmt.[40] Im Detail erläutert bedeutet dies:

  • Da Glucosamin also ein natürlicher Bestandteil der Hautzusammensetzung ist, kann es die Hydration der Haut fördern. Sowohl bei einer oralen Einnahme, als auch bei einer lokalen Anwendung. Eine Studie von Malaekeh-Nikouei et al. untersuchte im Jahr 2013, die Herstellung und Charakterisierung von Liposomen, die N-Acetylglucosamin und Glucosamin enthalten, sowie deren Auswirkung auf den Feuchtigkeitsgehalt der Haut bei lokaler Anwendung. In den Ergebnissen wurde eine Befeuchtungswirkung sowie ein signifikanter Unterschied zwischen den Feuchtigkeitsgehalten der Haut, nach der lokalen Anwendung einer liposomalen Formel mit N-Acetylglucosamin (mittels Fusionsmethode hergestellt), belegt.[41]
  • Bezüglich der Faltenreduzierung wird in einem Buch von Dr. Leslie Baumann eine Studie mit 53 Teilnehmerinnen angegeben, bei der eine 34%-ige Reduktion der sichtbaren Falten dokumentiert wurde, nach 5-wöchiger Einnahme eines Glucosamin-Supplements (inklusive verschiedener Antioxidantien).[42]
  • In den frühen Phasen der Wundheilung ist die Produktion von Hyaluronsäure laut Frank Murray von entscheidender Bedeutung, da sie subkutanes Gewebe festigt. Die Einnahme von Glucosamin wiederum fördert die Hyaluronsäureproduktion und sorgt dadurch für eine schnellere Wundheilung.[43]
  • Eine Hyperpigmentierung ist eine Verdunkelung der Hautfläche, aufgrund einer Zunahme von Melanin. In der Regel wird eine Hyperpigmentierung durch Sonnenschäden, Entzündungen oder Akne verursacht. Die Wirkung von Glucosamin bei einer Hyperpigmentierung wird hingegen durch eine Hemmung der Tyrosinase-Aktivierung erklärt, was wiederum die Melaninsynthese unterdrückt.[44]

N-Acetyl-Glucosamin (NAG) ist darüber hinaus für seine hohe Bedeutung für die Gesundheit des Verdauungssystems bekannt und zudem eine besondere Glucosamin-Form. Es ist, wie Glucosaminsulfat, die Vorstufe von Hyaluronsäure, reduziert Entzündungen und verlängert zudem das Leben von wichtigen Hautzellen. Im Verdauungstrakt kommt es in den Epithelzellen vor und wird von diesen verwendet, um dort eine schützende Schleimbarriere zu bilden.

Fehlt N-Acetyl-Glucosamin im Verdauungstrakt, so ist das Risiko für Verdauungsstörungen und Entzündungen im Verdauungstrakt größer. Da der Verdauungstrakt für den Körper von besonderer Bedeutung ist und gleichzeitig der Bedarf an N-Acetyl-Glucosamin hier sehr hoch ist, bedient sich der Körper bei einem Mangel an NAG im Verdauungstrakt an NAG aus anderen Körperbereichen, was unter anderem zu trockener Haut, trockenen Lippen oder trockenen Augen führen kann.[45]

Wichtig ist NAG aber auch für die Fibroblasten. Fibroblasten sind bewegliche Zellen, welche im Bindegewebe vorkommen und eine wichtige Rolle bei der Synthese der Interzellularsubstanz, der extrazellulären Matrix, spielen. Wichtigstes Produkt der Fibroblasten ist wiederum das Kollagen, welches für eine erhöhte Festigkeit der extrazellulären Matrix sorgt. Bei einer Schädigung des Gewebes hingegen wird das Wachstum der Fibroblasten stimuliert und es kommt zu einer verstärkten Abgabe von Zytokinen, welche sich positiv auf die Reparatur von Verletzungen auswirken.[46]

Sie dienen also dazu Kollagen und Bindegewebe zu synthetisieren und um den kontinuierlichen Prozess der Hautverjüngung zu unterstützen, welcher mit zunehmendem Alter verlangsamt und ineffizienter wird. Fibroblasten nutzen NAG folglich als „Rohstoff zum Bauen“ sowie als „Gesundheitsregler“. Darüber hinaus ist zu viel UV-Strahlung, insbesondere während des Alterns, als einer der größten Stressfaktoren für die Haut bekannt.

In einer Studie konnte hingegen belegt werden, dass NAG die Schäden reduziert, welche durch die UV-Strahlung bzw. freie Radikale verursacht werden. Darüber hinaus verhindert es ebenso die Aktivierung von Enzymen, welche das Hautkollagen abbauen und die Hautalterung beschleunigt.

Ferner dokumentierte eine Studie, dass alternde Fibroblasten unter den Einfluss von N-Acetyl-Glucosamin ein jugendlicheres Verhalten zeigten. Gleichzeitig wurden die Hyaluronsäure-Produktionsrate und die Kollagenbildung durch das NAG erhöht sowie Entzündungen in der Haut verringert.

Folglich sei NAG förderlich für die Eigenschaften der Haut-Fibroblasten und wichtig für die Prävention von altersbedingten Veränderungen, bezüglich ihrer Struktur und Funktion. Seitdem ist NAG nicht nur als wichtiger Stoff für den Verdauungstrakt bekannt, sondern ebenfalls als wertvoller Anti-Aging-Nährstoff für die Haut.[47]

 

Zur Umkehrung von Autoimmunreaktionen und Linderung von Entzündungen

Es ist bereits wohlbekannt, dass das Glucosamin Entzündungen lindern kann. In neueren Studien haben Forscher jedoch zudem herausgefunden, dass das Glucosamin über die Wirkung verfügt fehlerhafte Zellen zu korrigieren, welche zu Autoimmunerkrankungen beitragen. Im Zusammenhang mit Autoimmunerkrankungen steht hingegen der Zuckerstoffwechsel, da es Veränderungen in Zuckermolekülen sind, die dazu führen, dass T-Zellen hyperaktiv werden und eine Autoimmunkrankheit auslösen, wie Multiple Sklerose.

Bei Multipler Sklerose leiten die abnormalen T-Zellen das Immunsystem dazu an, das körpereigene Myelin (das Gewebe, welches die Nerven isoliert) anzugreifen und zu zerstören. Dies verursacht Symptome wie Taubheit, Müdigkeit oder sogar Lähmungen. Andererseits ist es wohlbekannt, dass Glucosamin die Verstoffwechselung von Zucker reduziert.

Die Wirkung von Glucosamin auf die Verstoffwechselung von Zucker wurde zudem (in gegenwärtigen Forschungsarbeiten) in den Zusammenhang mit der Vorbeugung und Behandlung von Erkrankungen gebracht (und wissenschaftlich genauer untersucht).

Es zeigte sich schließlich (in mehreren Studien), dass das Glucosamin eine erhöhte Zuckermodifikation an den Außenseiten von T-Zellen bewirkte und deren Hyperaktivität unterdrückte. Weiterhin kehrte Glucosamin die Entwicklung von Lähmungen um.[48]

In den nachfolgenden Unterpunkten wird genauer auf die Wirkung von Glucosamin bei Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose, Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa eingegangen. Ebenso wird die Anwendung beim Leaky-Gut-Syndrom beschrieben.

 

Bei Multiple Sklerose (MS)

Autoimmunkrankheiten wie Multiple Sklerose werden laut Wissenschaftlern aus bisher kaum verstandenen Wechselwirkungen, zwischen genetischen Risikofaktoren und Einflüssen aus der Umwelt (Umweltfaktoren) ausgelöst. Nach Auslösung der Erkrankung führt Multiple Sklerose im Krankheitsverlauf zu entzündlich-neurodegenerativen Gewebeschädigungen. Das Immunsystem greift den Körper an.

Bei MS führt dies wiederum zu einer Entzündung und Narbenbildung der Myelinscheide, welche die Nerven umgibt. Dies führt ferner zu einer Funktionsstörung des zentralen Nervensystems und den typischen Symptomen von Multipler Sklerose, unter anderem auch häufig zu kognitiven Störungen. Gesundheitswissenschaftler der University of California belegten bereits, dass die schädigende Autoimmunantwort, welche sowohl bei Multipler Sklerose als auch bei Diabetes Typ 1 auftritt, durch ein Glucosamin-ähnliches Nahrungsergänzungsmittel unterdrückt werden kann.

Die Forscher Michael Demetriou et al. stellten ferner an Mäusen fest, dass das N-Acetylglucosamin (GlcNAc), das Wachstum und die Funktion abnormaler T-Zellen hemmt. Abnormale T-Zellen hingegen bringen fälschlicherweise das Immunsystem dazu Gewebe des eigenen Körpers anzugreifen. In der Studie wurde gezeigt, wie eine Stoffwechseltherapie mit N-Acetylglucosamin (und anderen Nährstoffen) die Autoimmunaktivität von T-Zellen verändert. Durch die Stoffwechseltherapie konnten die T-Zellen-Funktion normalisiert werden und die Entwicklung von Lähmungen bei MS verhindert werden, parallel dazu konnten durch diese Therapie die hohen Blutzuckerspiegel bei Diabetes Typ 1 ebenfalls verhindert werden.

Die Forscher der Studienarbeit folgerten daraus, dass eine Therapie mit N-Acetylglucosamin bei der Behandlung von Patienten mit Multipler Sklerose und Diabetes Typ 1 hilfreich sein kann bzw. Potenzial habe. Allerdings seien weitere Studien notwendig, um dieses Potenzial nutzen zu können.[49]

Im Rahmen einer Forschungsarbeit von V. Shaygannejad et al. wurde außerdem die Wirkung von Glucosaminsulfat in Kombination mit der aktuellen krankheitsmodifizierenden Therapie, auf das Fortschreiten der schubförmigen-remittierenden Multiple Sklerose Erkrankung untersucht. Bei den Ergebnissen zeigte sich der Forschergruppe, dass bei der Glucosamin-Gruppe die mittlere Rezidivrate von 1,1 (Studienbeginn) auf 0,4 sank (Studienende) sank.

Bei der Placebo-Gruppe hingegen änderte sich die mittlere Rezidivrate nicht. Außerdem waren nach 6 Monaten 63% der Patienten, aus der Glucosamin-Gruppe, rezidivfrei. Bei der Placebo-Gruppe hingegen waren nur 54,9% der Patienten nach 6 Monaten rezidivfrei. Allerdings beeinflusste das Glucosamin nicht die EDSS-Skala („expanded disability status scale“, Skala zur Auskunft über die Grad der Behinderung eines MS-Patienten).

Die durchschnittlichen EDSS Ergebnisse unterschieden sich nicht zwischen den Gruppen. Weswegen die Forscher auch zu der Schlussfolgerung kamen, dass das Glucosaminsulfat keine signifikante Wirkung auf die Rückfallrate oder das Fortschreiten der Erkrankung während des Behandlungszeitraumes hatte. Sie erwähnten jedoch ebenfalls, dass weitere und längere Studienarbeiten notwendig seine, um die Wirksamkeit von Glucosaminsulfat bei Multiple Sklerose besser beurteilen zu können.[50]

Eine vorherige Studie zeigte den Forschern hingegen, dass Glucosamin das Fortschreiten der MS-Symptome bei Mäusen verzögere. Getestet wurde der Einsatz von Glucosamin (oral verabreicht, abdominal injiziert und intravenös verabreicht; vor und zu Beginn der Entwicklung der typischen Symptome von Multipler Sklerose) bei Mäusen mit Experimenteller autoimmuner Enzephalomyelitis (kurz EAE, durch Injektionen ausgelöst und mit Multipler Sklerose vergleichbar). Eine Kontrollgruppe hingegen erhielt kein Glucosamin.

Zusätzlich wurde in dieser Studie dokumentiert, dass das Rückenmark bei den Mäusen aus den Glucosamin-Gruppen weniger Entzündungen und Zerstörung der Myelinscheide aufwies, als das Rückenmark der Mäuse aus der Kontrollgruppe. Diese Wirkung von Glucosamin führten die Forscher darauf zurück, dass das Glucosamin als milder Immunmodulator wirkt und nicht bloß als Immunsuppressivum, also als Substanz, welche das Immunsystem mild beeinflusst und nicht als Substanz, welche bloß die Funktionen des Immunsystems vermindert.

Dadurch, dass es belegt werde konnte, dass das Glucosamin die Immunantwort moduliert, bietet sich Glucosamin für neue immunregulatorische Ansätze zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen an. Zudem sei es sicher und kann oral verabreicht werden.[51]

 

Bei Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa (autoimmuner entzündlicher Darmerkrankung)

Morbus Crohn ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die sich meistens im Alter zwischen 20 und 40 Jahren entwickelt, obwohl auch ältere Erwachsene und Kinder diese Erkrankung entwickeln können. Es gibt derzeit keine Heilung für Morbus Crohn. Selbst bei einer Operation, bei der ein Teil des Verdauungstraktes entfernt wird, wird die Erkrankung nicht geheilt. Es wird daher versucht den Zustand zu kontrollieren und eine langfristige Remission zu erreichen.

Die Erkrankung verursacht eine fortwährende Entzündung des Darmtraktes, vom Mund bis zum Mastdarm. Colitis Ulcerosa ist ebenfalls eine ähnliche entzündliche Darmerkrankung, allerdings beschränkt sich Colitis Ulcerosa meistens auf die innerste Schicht des Dickdarms und des Rektums. Morbus Crohn hingegen kann überall im Darm auftreten und sich tief in das Gewebe ausbreiten. Übliche Symptome und Anzeichen von Morbus Crohn sind:

  • Durchfall (mit oder ohne Blut)
  • Bauchschmerzen, Blähungen
  • Müdigkeit
  • Schlechter Appetit
  • Gewichtsverlust
  • Übelkeit, Erbrechen
  • „schwimmender Stuhlgang“ (wegen schlechter Fettverdauung)
  • Anämie (Blutarmut, zumeist aufgrund niedriger Eisenwerte)

Wobei die Symptome unterschiedlich stark ausgeprägt sein können und Morbus Crohn mit anderen Erkrankungen in Zusammenhang gebracht werden kann, dabei unter anderem mit Arthritis, Osteoporose, Augeninfektionen, Blutgerinnseln, Lebererkrankungen und Hautausschlägen.

Die Ursachen für die Entwicklung einer Morbus Crohn Erkrankung sind bisher auch noch nicht vollständig erforscht, es wird aber unter anderem angenommen, dass eine fehlerhafte Rektion des Immunsystems durch Bakterien oder durch ein Virus ausgelöst wird.

Zusätzlich besteht die Annahme, dass die Genetik eine große Rolle bei der Entwicklung von Morbus Crohn spielt, da ein Viertel der Menschen mit Morbus Crohn einen nahen Verwandten mit der Erkrankung in der Familie haben.

Zusätzlich gilt eine Ernährung die reich an gesättigten Fetten und verarbeiteten Lebensmitteln ist als Ursache für Morbus Crohn. Wahrscheinlich ist aber auch, dass mehrere (Risiko-)Faktoren gleichzeitig an der Entwicklung von Morbus Crohn beteiligt sind.

Da keine Heilung von Morbus Crohn möglich ist, zielt eine Behandlung primär auf die Behandlung der akuten Entzündungen sowie eine Kontrolle der Erkrankung und Aufrechterhaltung einer Remission ab, so lange wie möglich. Häufig werden leichte bis mittelschwere Symptome mit Medikamenten behandelt, die Schwellungen lindern und das Immunsystem unterdrücken. Schwere Fälle dagegen öfter durch eine Operation.

Neben den herkömmlichen Behandlungsmöglichkeiten greifen aber mittlerweile viele Menschen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen auch auf alternative Möglichkeiten (z.B. Änderung des Lebensstils und Anpassung der Ernährung) sowie Ergänzungsmittel zurück.[52]

Als Ergänzungsmittel bietet sich Glucosamin an, in Form von N-Acetylglucosamin (neben anderen Mitteln, wie beispielsweise Zink, Vitamin D3, Calcium, Omega-3-Fettsäuren, Probiotika und Glutamin). N-Acetylglucosamin wird im Körper ganz natürlich, Mithilfe des Enzyms Glucosaminsynthetase, gebildet (über die Glycoprotein-Biosynthese sowie der Bildung des Vorläufers Glucosamin-6-Phosphat).[53]

Es kann aber auch sehr gut als Ergänzungsmittel supplementiert werden. Die Frage ist jetzt allerdings, welchen Zusammenhang es zwischen N-Acetylglucosamin und entzündlichen Darmerkrankungen gibt? In einer Studie von M. J. Goodman, P. W. Kent und S. C. Truelove wurde die Glucosamin-Synthetase-Aktivität der Kolonschleimhaut bei Colitis ulcerosa und Morbus Crohn genauer betrachtet.

Dabei wurde festgestellt, dass der Glucosamin-Synthetase-Spiegel bei Colitis Ulcerosa und Morbus Chron bei humaner Kolonschleimhaut bei einem Verlust von Epithelzellen vermindert war (bei einem Verlust von Becherzellen jedoch nicht). Ferner konnte beobachtet werden, dass der Glucosamin-Synthetase-Spiegel bei den Patienten, welche sich sofort von einem akuten Anfall von Colitis Ulcerosa erholten, auf einen erhöhten Wert anstiegen (oberhalb des normalen Bereichs) und bei den Patienten, welche sich nicht sofort erholten war dies nicht der Fall.

Dabei wurde von den Forschern die These aufgestellt, dass dieser „Erholungs-Peak“ mit der Produktion von Magen-Darm-Schleim oder Immunglobuline oder der sekretorischen Komponente von Immunglobulinen (IgA) zusammenhängt. Alle diese biologischen Stoffe enthalten wiederum eine große Menge an N-Acetylglucosamin[54]

In einer Studie von A. H. Raouf et al. wurde darüber hinaus schon früh dokumentiert, dass bei kultivierten rektalen Biopsien von Patienten mit Colitis Ulcerosa das Verhältnis von Sulfat zu N-Acetylglucosamin bei der Aufnahme in Mucin (Schleim) signifikant vermindert war. Dies wurde ebenfalls bei Morbus Crohn festgestellt (war dort aber nicht statistisch signifikant).[55]

Im Jahr 2000 wurde im Rahmen einer Studienarbeit von S. Salvatore et al., zur Erforschung der Wirkung von N-Acetylglucosamin (GlcNAc) bei Kindern mit behandlungsresistenter autoimmuner entzündlicher Darmerkrankung, beobachtet, dass sich der Zustand bei acht der zwölf teilnehmenden Kinder (10 mit Morbus Crohn, 2 mit Colitis Ulcerosa) nach einer zweijährigen Behandlungszeit mit N-Acetylglucosamin (GlcNAc) signifikant verbesserte. Nebenwirkungen wurden dabei nicht festgestellt.[56]

Später, im Jahr 2015, wurde in einer Studie von Kazuo Azuma et al. die Wirkung von Glucosaminoligomer (oral verabreicht) bei Mäusen mit entzündlichen Darmerkrankungen untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass das Glucosaminoligomer über eine entzündungshemmende Wirkung bei entzündlichen Darmerkrankungen verfügt. Es hemmt Kolonentzündungen, reduziert Gewebeschäden und unterdrückt die Aktivierung von proinflammatorischen Zytokinen.[57]

Eine offenen klinischen Studie von Andy Z. X. Zhu et al. untersuchte zudem die Wirkung von N-Acetylglucosamin an 34 erwachsenen Patienten mit einer entzündlichen Darmerkrankung, ebenfalls im Jahr 2015. Dabei bekamen die Patienten täglich eine Dosis von sechs Gramm N-Acetylglucosamin, die sie über einen Zeitraum von vier Wochen oral einnahmen.

Nach der Einnahme berichteten 30 der 34 Patienten (88,1%) von einer deutlichen Hilfe durch N-Acetylglucosamin bei den Symptomen der entzündlichen Darmerkrankung. 20 Patienten (58,8%) berichteten von einer deutlichen Verbesserung der Bauchschmerzen und 22 Patienten (64,7%) von einer Verbesserung der Diarrhoe.

Zudem kam es bei den Patienten zu einer signifikanten Verringerung der Übelkeit (bei 14 Patienten bzw. 41,2%), Verringerung von Schleim im Stuhl (bei 18 Patienten bzw. 52,9%) und Verringerung von rektalen Blutungen (ebenfalls bei 18 Patienten bzw. 52,9%). Das N-Acetylglucosamin wurde von den Patienten außerdem gut vertragen, so dass diese Studie letztlich zu der Schlussfolgerung kam, dass das N-Acetylglucosamin eine wirksame Zusatzbehandlung für Patienten mit entzündlicher Darmerkrankung sein kann.

Allerdings, so die Forscher, müsse noch untersucht werden, mit welchen herkömmlichen Medikamenten N-Acetylglucosamin am effektivsten zusammenwirkt.[58]

 

Beim Leaky-Gut-Syndrom

Das Leaky-Gut-Syndrom umschreibt ein bisher wenig verstandenes Magen-Darm-Problem, bei dem die Auskleidung des Darms durchlässig wird, was für den Menschen zu zahlreichen gesundheitlichen Problemen führt.[59] Menschen die an einem Leaky-Gut-Syndrom leiden bzw. einer beschädigten Magenschleimhaut und insbesondere an einem „undichten“ Darm, können ebenso Glucosamin supplementieren. Es unterstützt den Körper nicht nur bei der Reparatur von Gelenkknorpel, sondern ebenfalls bei der Reparatur von beschädigtem Gewebe im Darm.

Glucosamin fügt allgemein im Körper verschiedene Proteine zusammen, die bei dem Prozess der Gewebe-Erneuerung eine fundamentale Rolle spielen. Beim Leaky-Gut-Syndrom unterstützt Glucosamin also den Körper dabei die beschädigte Darmschleimhaut wiederherzustellen.

Durch die Wiederherstellung der Darmschleimhaut hilft Glucosamin den Körper dabei die Verdauung wieder zu verbessern und den Körper somit ebenfalls besser vor Toxinen zu schützen, welche sonst bei einer durchlässigen Auskleidung des Darms vermehrt in den Körper gelangen können.

Darüber hinaus ist bekannt, dass Glucosamin Entzündungen reduziert. Entzündungen treten bei Verdauungsproblemen ebenfalls bei fast jedem Menschen auf. Chronische Magen-Darm-Probleme führen hingegen zu chronischen und schwer behandelbaren Entzündungen.

Glucosamin wiederum kann ebenfalls den Körper sehr gut zur Verringerung einer Darmentzündung unterstützen und dazu führen, dass Verdauungsstörungen abklingen.[60]

 

Mortalitätsvorteil (Verringerung der Sterblichkeit und Reduktion mehrerer allgemeiner Todesursachen)

Eine sehr spannende Entdeckung zeigte die Forschungsarbeit von Griffith A. Bell et al.  (mit 77.510 Teilnehmern im Alter von 50 bis 76 Jahren). Die Verwendung von Glucosamin (mit oder ohne Chondroitin) wurde in dieser Arbeit mit einer verringerten Gesamtsterblichkeit und einer Reduktion von mehreren allgemeinen Todesursachen in Verbindung gebracht (im Vergleich zur Nicht-Verwendung von Glucosamin).

Es zeigte sich bei den Teilnehmern, die Glucosamin verwenden, ein signifikant verringertes Krebsmortalitätsrisiko (Senkung um 13%) und eine starke Risikoreduktion für den Tod durch Atemwegserkrankungen (um 41% gesenkt) sowie einer (um 33%) gesenkten Gesamtmortalität für andere Ursachen.

Insgesamt führte die Verwendung von Glucosamin in der Studie zu einem Mortalitätsvorteil, gegenüber der Nicht-Verwendung. Eine Studie von Gaia Pocobelli et al. (mit 77.719 Teilnehmern im Alter von 50 bis 76 Jahren) kam, bei der Erforschung zur Verwendung von üblichen Nahrungsergänzungsmitteln (wie Glucosamin-, Chondroitin-, Sägepalmetto-, Ginko-Biloba-, Knoblauch-, Fischöl- und Ballaststoff-Ergänzungsmittel) zuvor bereits zu ähnlichen Ergebnissen in Bezug auf die durchschnittliche Gesamtmortalität. Den Forschern zeigte sich aber, dass keines der durchschnittlichen Vitamin- oder Mineralstoffe-Ergänzungsmittel mit der Gesamtmortalität assoziiert war.

Lediglich die Verwendung von Glucosamin und die Verwendung von Chondroitin wurden von der Forschergruppe bei den Teilnehmern konkret mit einer verringerten Gesamtmortalität in Verbindung gebracht. Bei der Studie kam es außerdem zwar zu einer Assoziation zwischen der Verwendung von Fischöl-Ergänzungsmitteln und der Gesamtmortalität, hierbei war der Test für den Trend statistisch aber nicht relevant.[61] [62] [63]

 

Bei Interstitieller Zystitis (Schmerzhaftes Blasensyndrom), in Verbindung mit anderen Vitalstoffen

Die Interstitielle Zystitis (das schmerzhafte Blasensyndrom) ist eine chronische Blasenerkrankung mit bisher unbekannter Krankheitsursache und -entwicklung. In einer Studie von TC Theoharides et al. wurde die Wirkung eines Nahrungsergänzungsmittels (CystoProtek) mit Glucosamin, Natriumhyaluronat, Chondroitinsulfat, Quercetin und Rutin zur Verbesserung der Blasenoberflächenmukosa und Glykosaminoglykan-Dysfunktion sowie Verringerung der Blasenwandentzündung untersucht. Dabei zeigte sich, dass das Nahrungsergänzungsmittel bei der Behandlung des schmerzhaften Blasensyndroms sehr nützlich war.[64]

 

Wirkung bei Kieferschmerzen (Temporomandibuläre Erkrankung) und Kiefergelenkerkrankungen (mit Chondroitin)

Die Kiefergelenke verbinden den Unterkiefer mit dem Schädel, dabei gibt es auf jeder Seite des Schädels genau ein Gelenk, welches sich direkt vor den Ohren befindet. Durch die Kiefergelenke können wir den Kiefer auf, ab und seitwärts bewegen. Bei Kieferschmerzen und Kiefergelenkerkrankungen kann Glucosamin (in Verbindung mit Chondroitin) ebenfalls dazu beitragen die Schmerzen zu lindern und Knorpel im Gelenk aufzubauen, was die Beweglichkeit verbessert.[65]

Eine Studie von G. Melo et al. zeigte im Jahr 2018, dass die Einnahme von Glucosamin (500mg bis 1500mg täglich) über einen Zeitraum von zwölf Wochen genauso wirksam zur Behandlung einer Kiefergelenk-Arthrose war wie Ibuprofen. Es wurde aber auch dokumentiert, dass Glucosamin in einem Zeitraum von sechs Wochen keine signifikanten Unterschiede zur Placebo-Gruppe aufwies.[66]

Daher wird empfohlen Glucosamin bei Kiefergelenk-Arthrose über einen längeren Zeitraum von mehreren Monaten oder Jahren einzunehmen. Dann kann das Glucosamin dabei helfen die Entzündung im Kiefer langfristig abzuschwächen, das wiederum dazu führen kann, dass besser gekaut werden kann und die Erkrankung allgemein besser heilt.[67]

Für die beste Wirkung bei einer internen Störung des Kiefergelenks wird empfohlen täglich 1.500mg Glucosamin in Verbindung mit (1.200mg bis 1.800mg) Chondroitin einzunehmen. Eine Studie von Ibrahim Damlar, Emin Esen und Ufuk Tatli zeigte beispielhaft, bei einer Kombination von 1500mg Glucosamin mit 1200mg Chondroitin, sehr gute Ergebnisse.[68]

 

Wirkung bei chronischen Rückenschmerzen (in Verbindung mit Arthrose der Wirbelsäule)

Laut Experten ist eine Behandlung mit Glucosamin bei manchen Patienten mit chronischen Rückenschmerzen, die in Verbindung mit einer Arthrose der Wirbelsäule in Verbindung stehen nützlich, bei anderen Patienten wiederum nicht.[69]

Eine systematische Überprüfung von Studienarbeiten zur Wirksamkeit von Glucosamin bei chronischen Rückenschmerzen (in Verbindung mit einer Arthrose der Wirbelsäule) zeigte passend dazu, dass aufgrund der vorliegenden (derzeit noch unzureichenden) Forschungsdaten jeglicher klinischer Nutzen von oral eingenommenen Glucosamin zur Behandlung von chronischen Rückenschmerzen weder nachgewiesen noch ausgeschlossen werden kann.[70]

 

Bei HIV und AIDS

Laborstudien deuten darauf hin, dass Glucosaminsulfat hilfreich bei der Bekämpfung des HIV-Virus sein kann. Allerdings wurden diese Studien mit Petrischalen, ausgeführt, so dass mehr Forschungsarbeit zu dieser Thematik notwendig sei, bevor eine Aussage getroffen werden könne, ob und inwiefern Glucosaminsulfat bei der Behandlung von Patienten mit Aids nützlich sein kann.[71]

 

Bei Reizungen des Magens, der Blase und des Darms

Glucosamin kann allgemein dabei helfen die Auskleidung (Schleimhaut) der Blase, des Magens und des Darms zu reparieren. Was wiederum gegen Reizungen in diesen Bereichen helfen kann.[72]

 

Förderung des Gewebewiederaufbaus und Stärkung der Knochen nach Frakturen oder Verletzungen

In einer Tierstudie konnten A. Ugras et al. belegen, dass nach einer Fraktur die tägliche Einnahme von Glucosamin die Reformation der Knochen beschleunigen kann. Bei der Glucosamin-Gruppe waren in der ersten Woche die Knochenneubildung und die Osteoblastenauskleidung signifikant höher, als in der Placebo-Gruppe. Darüber hinaus waren in der Woche 1 und 4 die neu gebildeten Knochentrabekeln bei der Glucosamin-Gruppe in größerer Menge vorhanden und das umgebende Bindegewebe zellulärer und vaskulärer (im Vergleich zur Placebo-Gruppe). Allerdings hatte die Placebo-Gruppe bessere radiologische Werte (Knochenvereinigung auf Röntgenbildern).[73]

Glucosamin kann folglich nach Gelenk- und Knochenverletzungen helfen die Schmerzen zu lindern und die Genesung nach Frakturen zu beschleunigen. Allerdings ist sind weitere Forschungsarbeiten in diesem Bereich notwendig, um vollständigere Informationen zu dieser Behandlungsmöglichkeit zu erhalten. Besonders hilfreich bei Sportverletzungen seien zudem proteinreiche und faserreiche Lebensmittel sowie Früchte und Gemüse, die viel Vitamin C enthalten. Außerdem helfen Kollagen, Gelatine, Chondroitin, Hyaluronsäure, Glutamin, Omega-3-Fettsäuren, Zink, Q10, Vitamin D, Calcium, Creatine und weitere Vitalstoffe dabei den Genesungsprozess zu beschleunigen (Magnesium, Silikon, Vitamin K1 und K2, Boron, Inositol, Arginin etc.).[74] [75]

 

Bei Allergien, antiallergischer Effekt von Glucosamin bei Asthma und allergischem Schnupfen

Im Jahr 2012 veröffentlichten S.E. Jin et al. eine Studie zur Antiallergischen Aktivität von N-Acetylglucosamin. Dabei wurde die Wirkung und der Regulationsmechanismus von N-Acetylglucosamin auf allergische Reaktionen, wie einen systemischen anaphylaktischen Schock, Ohrschwellungsreaktionen, passive kutane Anaphylaxie und Entzündungsreaktionen untersucht. Es zeigte sich, dass das N-Acetyl-Glucosamin:

  • den induzierten systematischen anaphylaktischen Schock hemmte,
  • das Anschwellen des Ohrs hemmte,
  • die passive kutane Anaphylaxie inhibierte (durch orale Verabreichung oder topische Anwendung des N-Acetyl-Glucosamins),
  • die Freisetzung von Histamin verringerte,
  • und die Produktion von Entzündungsmediatoren hemmte.

Zudem unterdrückte das N-Acetyl-Glucosamin die Aktivierung von Caspase-1 (ein Enzym, welches an der Vermittlung von Entzündungsreaktionen beteiligt ist). S.E. Jin et al. kamen daher zu dem Schluss, dass das N-Acetyl-Glucosamin als antiallergisches Mittel nützlich sein kann.[76] Die Forscher A.Y. Jung, M.J. Heo und Y.H. Kim griffen diese Thematik auf und belegten in ihrer Studie eine signifikante antiallergische Wirkung von Glucosamin bei Mäusen mit allergischem Asthma und allergischem Schnupfen.[77]

Wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit und Effektivität von Glucosamin zur Behandlung von Allergien bei Menschen fehlen bislang jedoch. Es sei zudem Vorsicht geboten, da Glucosaminprodukte aus Schalentieren ebenfalls Allergien und allergische Reaktionen auslösen könnten. Personen mit einer Allergie gegen Schalentiere und Muscheln sollten daher Glucosaminprodukte aus Schalentieren vermeiden.[78]

 

Bei chronischer Veneninsuffizienz

Die chronische Veneninsuffizienz (Venenschwäche, Stauungssyndrom) beruht auf einer Mikrozirkulationsstörung, bei der es Probleme gibt, Blut von den Beinen zum Herzen zurückzuschicken.[79]

Es gibt zwar Hinweise darauf, dass Glucosamin bei chronischer Veneninsuffizienz unterstützend angewendet werden kann und Voruntersuchungen zu dieser Thematik sehen vielversprechend aus, allerdings gibt es derzeit keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass Glucosamin bei der Behandlung von chronischer Veneninsuffizienz wirksam ist. Wissenschaftlich fundierte Studien fehlen bislang.[80] [81]

 

Wirkung auf die Augen, den Augeninnendruck, bei Glaukom-Patienten

Bei einigen Patienten mit Glaukom besteht eine fehlerhafte Glycosaminglycan-Synthese, hier kann eine Behandlung mit Glucosamin vielversprechend sein.[82] Durch Glucosamin kann sich aber der Augeninnendruck temporär erhöhen. Mehr zur möglicherweise Erhöhung des Augeninnendrucks durch Glucosamin finden Sie unter dem Punkt Nebenwirkungen.

 

Bei anderen Beschwerden und Umständen: Die vorangegangene Aufzählung an Wirkungs- und Anwendungsgebiete erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, da die aufgeführten Gebiete ständig durch neuere Forschungsarbeiten ergänzt und weiterentwickelt werden.

 

Kombination mit anderen Nahrungsergänzungsmitteln: Glucosamin weist unter anderem mit Chondroitin, Boswellia serrata (Weihrauch), Omega 3, MSM und Vitamin C synergistische Effekte auf.

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Quellen:
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